Teil II - Kap. 18
Nach einiger Zeit kamen sie zu dem aquamarinblauen Schloss und Alayrahs Augen wurden zunehmend größer. Selbst Aldrian konnte sich dem Zauber dieses Anblicks erneut nicht entziehen.
Gimba sprach etwas in einer fremden Sprache zu der belustigten Menge und öffnete eine wundervoll verzierte Tür, die in das Innere des Palastes führte.
„Geht hinein, ihr werdet erwartet“, sprach Gimba mit einem zauberhaften Ton in ihrer lieblichen Stimme.
Alayrah war merklich aufgeregt und alles kam ihr so vor, wie ein Erlebnis in einem Elbentraum. Aldrian nahm ihre Hand und gemeinsam gingen sie den langen Gang entlang. Gimba und die Menge blieben zurück und die Tür wurde von außen geschlossen.
Wundervolle Spiegel und Gefäße verzierten den Gang und alles schien aus edlen Metallen und Edelsteinen geschaffen zu sein. Am Ende des Ganges war eine große Tür, die den anderen Dingen an Schönheit noch weit überlegen war. Die Tür öffnete sich von selbst und Gymbal begrüßte das XXXXXXXX mit einer gleitenden Handbewegung. Auch der hilfreiche Bursche aus der Schlacht und jene Menschenfrau aus Jürdans Geschichte waren anwesend.
Gymbal schwebte eindeutig wieder über dem Boden und bewegte sich auf Alayrah zu. Er musterte ihre Augen und begann zu sprechen: „Eine wundervolle XXXXXXX! Grüßen möchte ich Euch. Ein würdiger XXXXXXXXX! Willkommen seid Ihr hier.“
Auch die junge Frau und der kleine Bursche grüßten freundlich und das XXXXXXX grüßte würdevoll zurück.
Gymbal sprach weiter: „Geblendet wurde das Getier, geholfen hat dir jener hier. Berichtet hat er von der Schlacht und den Karfunkel mitgebracht. Von unserem Volk wird er bewacht, damit das Böse nie wieder erwacht.“
Wie Kinder beim Spiel lachten die junge Frau und der kleine Bursche, als sie Gymbals Worte hörten.
Auch Alayrah und Aldrian waren erheitert von Gymbals Versen und Aldrian war sich nun ganz sicher, dass der Karfunkel hier in den allerbesten Händen war.
Gymbal senkte sich wieder knapp über den wunderschönen Boden und bat XXXXXXXXX auf niederen kunstvollen Kissen Platz zu nehmen. Plötzlich ging die Tür auf und seltsame Getränke und Speisen wurden hereingetragen. Alles wurde auf einen niederen kristallenen Tisch gestellt und die Dienerschaft verließ den Raum .
Gymbal schwebte wieder in die Höhe, und sein freundlicher Blick nahm plötzlich ernste Züge an. Konzentriert blickte er auf seine Gäste und begann zu sprechen: „Hört mich an, eine neue Zeit hat nun begonnen. In euren Händen wird es liegen, wie sich die Zukunft entwickeln wird. Meinen Rat will ich euch geben, wenn ihr ihn erhalten wollt.“
Alayrah sprach: „Bei bestem Willen kann ich nicht versichern, dass ich meiner Aufgabe gewachsen bin. Doch Euren Rat würde ich sehr gern erhalten.“
Über Gymbals Lippen kam ein Lächeln und voller Überzeugung sprach er zu dem XXXXXXXXXXXXXXX:
„Die Richtige bist du für dein Amt, eine Frau von Weisheit und Ehre. Eure Liebe gibt euch Kraft und rein sind eure Seelen. Es wird eine Zeit des Friedens kommen, doch von der Ferne zieht ein Sturm heran, der dunkle Schatten über Farlaun werfen wird! Lasst Felder anlegen und hortet haltbare Vorräte in euren Lagern. Baut Mauern um die großen Städte und rüstet euch. Die Jahre des Friedens werden acht sein an der Zahl. Doch dann wird ein fremdes Volk hereinbrechen über die Grenzen von Farlaun. Es sind wilde Krieger, die durch die Länder ziehen. Es sind sehr viele und ihre Achtung vor dem Leben ist gering! Sie morden und brandschatzen jedes Volk, das nur geringen Widerstand leisten kann. Sie brennen alles nieder und verstümmeln die Leiber der toten Feinde. Wer überlebt, findet nach der Schlacht das Grauen wieder. Selbst ihre Weiber kennen kein Erbarmen. Sie stehlen fremde Kinder und töten deren leiblichen Mütter. Sprecht nur mit den Ältesten darüber und trefft die Vorbereitungen im Verborgenen. Die Völker sollen nun in Frieden leben und nichts wissen von der finsteren Macht, die mit Gewissheit kommen wird.“
„Sagt mir, Gymbal, woher wisst Ihr von diesem Volk?“, wollte Aldrian wissen.
Gymbals große Augen wirkten plötzlich hypnotisch und er sprach konzentriert weiter:
„>Wenn ein XXXXX kommt mit reinem Herzen und eine XXXXX von strahlendem Licht, dann ist die Zeit des Friedens angebrochen. Nur sie werden würdig sein, die Zukunft zu ersehen und das Schicksal der Völker zu lenken.< So steht es in unseren Überlieferungen geschrieben. Nur für euch habe ich in die Zukunft gesehen, denn nur ihr könnt XXXXXXXXXXXX, XXXXX unsere Überlieferungen berichten. Mehr kann ich euch nicht sagen. Esst und trinkt nun und vergesst meine Worte nicht“, sprach Gymbal so, als ob es die natürlichste Sache der Welt wäre, nach solch einer Botschaft in Ruhe zu essen.
Alayrah und Aldrian wollten jedoch nicht unhöflich sein, und sie speisten mit den drei Anwesenden. Es gab eine Mischung aus Pilzen und bohnenartigen Gewächsen. Dazu gab es weiche bläuliche Fladen, die im Geschmack frischem Brot nicht unähnlich waren. Das beigefügte Getränk hatte einen herben Geschmack und passte vorzüglich zu den Speisen.
Die junge Frau und der kleine Bursche konnten sich das Lachen kaum verbeißen, als sie dem Königspaar beim Essen zusahen. Da die Gabel nur zwei breite Zinken hatte und der Löffel aussah wie eine kleine zierliche Schaufel, hatten die Gäste einige Probleme mit der Handhabung dieses Bestecks.
Als alle gespeist hatten, sprach Gymbal zu seinen Gästen: „Gedenkt meiner Worte und geht nun zurück zu euren Völkern. XXXXXXX weise und vergesst bei all euren Gedanken das Lachen nicht. Hier willkommen seid ihr beiden immer, wenn der Zugang geöffnet ist.“
Alle verabschiedeten sich XXXXXXX verließ den kunstvollen Palast. Draußen war es still geworden und einzig Gimba wartete auf die Gäste.
„Dürfen wir uns noch etwas umsehen?“, fragte Alayrah höflich.
Gimba lächelte und führte das Paar weiter durch das Tal. Überall waren riesige Pilze und Steinsäulen zu sehen. Auf Pilzfeldern arbeiten die kleinen Wesen eifrig und auch andere Felder mit wunderlichen Gewächsen waren in dem Tal zu sehen. Auf einer großen bläulichen Wiese wuchsen sonderbare kleine Blumen, aus denen Kinder schöne Kränze flochten. In einem kristallklaren See gab es große Muscheln und Schnecken, mit deren schillernden Schalen sich die Gimplinge gern zierten, wie deutlich zu sehen war. In einem stillen Gewässer wuchsen auch gurkenartige und gar kugelrunde Gewächse, die sehr schmackhaft aussahen. Um eine der riesigen Säulen wickelten sich scheinbar endlose Ranken, die große rötliche Schoten als Früchte trugen. Als sie an einem Felsvorsprung vorbeigegangen waren, konnten sie erkennen, dass dieses Tal scheinbar endlos war. In einem dunklen Gewässer schwammen seltsame Fische, deren Augen hell erleuchtet waren. Auch krebsartige Wesen und leuchtende Quallen waren zu sehen. Auch grünleuchtende Tintenfische mit großen Augen, die gar weise anmutenden, waren hier zu sehen.
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